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Special - Gaming-Headsets im Vergleichstest (Teil 2) : Weitere Klangkörper im Test

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    Turtle Beach Ear Force X12 (PC, X360)

    Turtle Beach wird durch das X12 vertreten, ihm kullert der Sound sowohl auf dem PC als auch auf Microsofts Xbox 360 aus den Boxen. Die dafür nötige Verkabelung bringt das günstigste Headset im Test mit. Trotz der geringen Anschaffungskosten muss sich das X12 keinesfalls verstecken.

    Klang & Mikrofon

    Abgesehen von leichten, aber selten auftretenden Übersteuerungen in sehr hohen Tonlagen fährt die Soundmaschine auf dem Niveau der teureren Kollegen mit. Es ermöglicht ein bassintensives und somit effektvolles Spielen mit sicheren Mitteltonlagen, wenn ihr die "Bass Boost"-Funktion auf dem kleinen Steuerpult aktiviert. Im deaktivierten Zustand wirkt der Bass weniger intensiv und eignet sich relativ gut für ruhigere Songs und Filme, wenn auch untergründig etwas bassintensiver als bei nicht für Spieler optimierte Kopfhörer. Die größten Abstriche müssen beim fehlenden Raumklang hingenommen werden. Ihn wird man in Spielen, in denen die Feindortung im Raum über Geräusche wichtig ist, vermissen. In nahezu allen anderen Fällen reicht der gute Stereo-Sound aus.

    Das hochklappbare Mikrofon verschluckt einige Tiefen- und Mitteltöne. Für qualitativ hochwertige Aufzeichnungen eignet es sich daher nicht, wohl aber für normale VoIP-Chats.

    Ausstattung & Verarbeitung

    Am langen Kabel lauert ein kleines Steuerpult für die Lautstärkeregelung, den "Boost Bass" sowie für das Mikrofon. Per Schalter könnt ihr einen Echotest wie beim U320 aktivieren, mit dem der Sprachinput auf eure Boxen geleitet wird. Somit lässt sich gut überprüfen, wie eure Stimme letztendlich klingt. Die Xbox-360-Verkabelung löst zwar ein kleines Kabel-Wirrwarr aus, ähnlich wie beim Sennheiser U320, dafür funktioniert die Verbindung relativ schnell und unkompliziert.

    Das X12 wurde insgesamt solide verarbeitet, macht aber nicht den festen und wertigen Eindruck der Klassenbesten. Herausstehende Ecken oder störend große Spaltmaße existieren trotzdem nicht, vielmehr hielt man sich beim Einsatz besonders hochwertiger Materialien zurück. Aufgrund der stabilen Polster wirkt es aber langzeittauglich.

    Tragekomfort

    Kleineren und mittelgroßen Köpfen dürfte das feste, aber nicht zu eng sitzende X12 meistens gut passen. Durch sein 233 Gramm leichtes Gehäuse stört es selbst nach einem stundenlangen Betrieb kaum, zumal die Stoffpolster das Ohr angenehmer als Kunstlederpolster umschließen. Die Geräuschdämpfung ist zufriedenstellend, außerdem finden auch etwas größere Ohren genügend Platz in den Ohrmuscheln. Größere Köpfe können sich dagegen eingeengt fühlen.

    Zwischenfazit

    Für 45 Euro spuckt das X12 einen sehr guten Klang und gleichzeitig für Spiele effektvollen Bass mit minimalen Abstrichen bei sehr hohen Tonlagen aus. Da es zusätzlich einen guten Tragekomfort und die Kompatibilität zur Xbox 360 auftischt, bietet es die beste Leistung pro Euro aller getesteten Headsets. Für viele Onlinespieler, insbesondere Shooter-Fans, dürfte es aber aufgrund des fehlenden Raumklangs ungeeignet sein, sofern ihr euren Gegner über Geräusche im Raum orten wollt.

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